Hoffnung

Hoffnung ist eine Erwartung positiver Ereignisse. Ohne Hoffnung z.B. auf Erfolg fehlt uns die Motivation, etwas bestimmtes zu tun. Das Gegenteil von Hoffnung ist die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit. Sie kann zu Resignation und Depression führen.

Hoffnung ist also unsere Motivation, der Motor, überhaupt aktiv zu werden. Hoffnung nährt eine optimistische Lebenseinstellung und positives denken. Im negativen kann Hoffnung in Verbindung mit Glaube zu Lethargie führen. Hoffend und glaubend kann ich auf bessere Zeiten zu warten, ohne selbst etwas tun zu müssen. Dass mir diese Einstellung nicht weiterhilft, steht auf einem anderen Blatt.

In der christlichen Lehre ist die Hoffnung eine von drei tragenden Säulen: Glaube, Liebe, Hoffnung. Wie verhält sich die Hoffnung zum Glauben? Steht die Hoffnung nicht in fundamentalem Widerspruch zum Glauben? Wer braucht die Hoffnung, wenn er glaubt! Kann im „Jetzt“ leben, wer auf das Paradies im Jenseits hofft, wie es uns das Christentum suggeriert? Ist Hoffnung nicht ein schwacher Ersatz für fehlenden Glauben?

Hoffnung ist ein Sicherheitsnetz, eine Krücke, wie die Stützräder am Kinderfahrrad. Hoffnung ist besser als Verzweiflung, denn mit Krücken zu gehen ist besser, als liegen zu bleiben. Aber: frei laufen lernen gibt uns Sicherheit, Freiheit, Vertrauen in das Leben, das vor uns liegt.

Was kann mir schon passieren? Gott ist in mir. Gleich, was kommt: Es wird zu meinem Besten sein! Das zu wissen, ist ein berauschendes Gefühl. Macht das die Hoffnung überflüssig?

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